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Tesla-Chef

Bericht: Musk zieht sich als Trump-Berater zurück

02. Apr. 2025 · Lesedauer 2 min

Der US-Präsident Donald Trump soll seinem inneren Beraterkreis und Mitgliedern des Kabinetts mitgeteilt haben, dass sich Elon Musk als Berater zurückziehen wird. 

Trump und der Tech-Milliardär hätten beschlossen, dass Musk zu "seinen Geschäften" zurückkehren sollte, berichtete "Politico" unter Berufung auf Insider. Von der US-Regierung war zunächst keine Stellungnahme zu dem Bericht zu bekommen.

Musk werde wahrscheinlich eine informelle Rolle als Berater behalten, hieß es weiter. 

Der Chef des Elektroautobauers Tesla ist zuständig für umstrittene Sparmaßnahmen der Bundesbehörden, eigens dafür wurde das "Department of Government Efficiency (DOGE)" ins Leben gerufen – benannt nach einem Krypto-Memecoin. 

Gesetzliche Hürde statt Rückzug?

Es scheint jedoch möglich, dass der Rückzug von Musk eigentlich gar keiner ist. Denn in seiner aktuellen Rolle hat er ein gesetzliches Zeitlimit am Hals. Ein Insider erklärte demnach, wer glaube, Musk werde vollständig aus Trumps Umfeld verschwinden, "täusche sich selbst".

Aktuell ist er "besonderer Regierungsangestellter". Ein Sonderstatus, der ihn vorübergehend von einigen Ethik- und Interessenkonfliktregeln befreit. Dieser 130-Tage-Zeitraum wird voraussichtlich Ende Mai oder Anfang Juni auslaufen.

Es wäre auch eine deutliche Wende in den Beziehungen zwischen Trump und Musk im Vergleich zu vor einem Monat, als Beamte des Weißen Hauses und Vertraute vorhersagten, dass Musk "gekommen ist, um zu bleiben" und Trump einen Weg finden würde, die 130-Tage-Frist zu umgehen.

Tesla in der Krise

Doch dem "Politico"-Bericht zufolge soll Trump weiter mit Musk zufrieden sein. Doch sie hätten beschlossen, dass es für Musk an der Zeit sei, zu seinen Unternehmen zurückzukehren. 

Das könnte vor allem seine wichtigste Firma, der E-Autobauer Tesla, dringend gebrauchen. International brechen die Verkaufszahlen ein, die Kritik an Musks politischen Haltungen und Aussagen schlägt auch auf das Image des einstigen Pioniers in der E-Mobilität nieder. 

Die Kritik an Musk ist in den vergangenen Monaten auch immer mehr zu Hass und Gewalt gegen Teslas umgeschwenkt. Immer wieder werden die amerikanischen E-Autos Ziele von Vandalismus, zuletzt wurden in Rom bei einem Brand am Gelände eines Tesla-Händlers 17 Fahrzeuge zerstört. Der italienische Innenminister Matteo Piantedosi vermutet einen Anschlag.

Zusammenfassung
  • Der US-Präsident Donald Trump soll seinem inneren Beraterkreis und Mitgliedern des Kabinetts mitgeteilt haben, dass sich Elon Musk als Berater zurückziehen wird.