APA/HELMUT FOHRINGER

Handelskrieg

Hattmannsdorfer: EU muss Trump "weh tun"

Heute, 11:05 · Lesedauer 2 min

Donald Trump belegt beinahe die ganze Welt mit horrenden Zöllen. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer fordert deshalb Gegenmaßnahmen einer "selbstbewussten" EU, die Trump und den USA "weh tun".

"Wir verdienen sechs von zehn Euro im Export", beginnt Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) seine Ausführungen am Rande eines Wirtschaftsgipfels mit der Exportindustrie. Die USA sind "nach Deutschland der zweitwichtigste Exportpartner". 

Österreichs Industrie getroffen

Allein 2024 verkauften heimische Unternehmen Waren im Wert von 16,2 Milliarden Euro über den Atlantik. Deshalb treffen die 20-Prozent-Zölle Österreich deutlich. Erste Zahlen des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) deuten darauf hin, dass die österreichische Realwirtschaftsleistung "um 0,35 Prozent zurückgehen" könnte, sagte WIFO-Handelsexperte Harald Oberhofer. 

Die Exporte dürften um 1,4 Prozent zurückgehen, während sie im Vorjahr noch wuchsen. Am meisten betroffen ist die heimische Industrie, besonders der Automobilsektor sowie "Maschinen- und Metallprodukte", so Oberhofer. 

Hattmannsdorfer: EU darf sich nicht "fürchten"

Deshalb forderte der Wirtschaftsminister, die EU solle "möglichst rasch auch in Verhandlungen kommen", in denen die EU "selbstbewusst auftreten" muss. "Wir sind der größte Binnenmarkt dieser Erde". 

Man müsse Donald Trump "weh tun", wiederholte Hattmannsdorfer immer wieder. Man dürfe sich auch nicht "fürchten" und ihn "an den Verhandlungstisch zwingen". 

Als Ziel von EU-Gegenmaßnahmen nannte er US-Techkonzerne sowie Waren aus vorrangig republikanischen Bundesstaaten. Zunächst müsse der Fokus auf Waren liegen, weil das schneller gehe. 

Zusammenfassung
  • Donald Trump belegt beinahe die ganze Welt mit horrenden Zöllen.
  • Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer fordert deshalb Gegenmaßnahmen einer "selbstbewussten" EU, die Trump und den USA "weh tun".