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Gemeinsame Flüge von Russland und USA zur ISS auch 2026

07. Feb. 2025 · Lesedauer 1 min

Russische Kosmonauten und US-Astronauten sollen auch im kommenden Jahr noch gemeinsam zur Raumstation ISS starten. Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos hat den Kosmonauten Oleg Artemjew dazu bestimmt, im Rahmen der Crew-11-Mission in der ersten Jahreshälfte 2026 im US-Raumschiff Crew Dragon zur ISS mitzufliegen. Im Gegenzug soll nach derzeitigem Plan ein US-Astronaut im Sommer 2026 mit der russischen Sojus ins All starten.

Nach Angaben von Roskosmos handelt es sich um Anil Menon Samoilenko. Schon im Jänner hatte der Chef des Gagarin-Zentrums für die Vorbereitung der Weltraumfahrer, Maxim Charlamow, mitgeteilt, dass das Überkreuzflugprogramm fortgesetzt werden soll. Bis dahin galten die Verträge für gemeinsame Flüge ins All nur bis Ende des laufenden Jahres.

Die ISS ist eins der wenigen Felder, in denen Russland und der Westen nach Beginn des von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Angriffskriegs gegen die Ukraine noch kooperieren. Allerdings hat Moskau bereits mehrfach seinen Ausstieg aus dem Programm angekündigt. Russland will ab 2027 eine eigene Orbitalstation aufbauen. Die Kooperation auf der ISS soll nach derzeitigem Stand aber zumindest bis 2028 noch fortgeführt werden.

Zusammenfassung
  • Russische Kosmonauten und US-Astronauten sollen auch 2026 gemeinsam zur ISS fliegen, wobei Oleg Artemjew im Rahmen der Crew-11-Mission im US-Raumschiff Crew Dragon teilnehmen wird.
  • Ein US-Astronaut wird im Sommer 2026 mit der russischen Sojus ins All starten. Das Überkreuzflugprogramm wird fortgesetzt, obwohl die Verträge ursprünglich nur bis Ende 2025 galten.
  • Die ISS bleibt ein Kooperationsfeld zwischen Russland und dem Westen, trotz des Ukraine-Kriegs. Russland plant, ab 2027 eine eigene Orbitalstation aufzubauen, während die ISS-Kooperation bis mindestens 2028 bestehen soll.