Hirner bei WM-Massenstart Siebente - Gold an Yuna Kasai
Hirner, die wegen einer Autoimmunerkrankung mit Trainingsrückstand angereist war und im Langlauf einen Rückstand von 55,5 Sek. auf Westvold Hansen aufgerissen hatte, zog mit gemischten Gefühlen Bilanz. "Bei einer WM zählen nur die ersten drei Ränge, da bin ich jetzt ein bissl weg. Aber ich bin echt happy, in der Loipe habe ich einen guten Job gemacht und auf der Schanze einen soliden Sprung gezeigt", sagte Hirner, die trotzdem ihr bestes Einzelresultat bei Weltmeisterschaften erreichte. Genau 9,9 Punkte fehlten ihr auf Edelmetall.
Annalena Slamik gelang mit einem weiten Satz auf 100,5 m noch eine Aufholjagd auf Rang 13, womit die Tirolerin unmittelbar vor der Salzburgerin Claudia Purker (91,5 m) landete. Die 16-jährige Oberösterreicherin Katharina Gruber freute sich als 22. über ein zufriedenstellendes WM-Debüt im Massenstart, bei den Kombiniererinnen erstmals im WM-Programm.
Yuna Kasai hatte nach dem Langlauf den dritten Platz belegt und sprang mit einem Satz auf 96,5 m zu ihrer ersten WM-Medaille. Westvold Hansen hatte ihre vierte Goldmedaille vor Augen, nach Windpech musste sich die Lokalmatadorin mit Silber begnügen. Die norwegische Topfavoritin Ida Marie Hagen kam nicht über Rang zehn hinaus.
Hirner, Purker, Lamparter und S. Rettenegger im Mixed-Team
Bei der WM 2023 in Planica holte Österreich Bronze im Mixed-Team-Bewerb. Dieser findet in Trondheim am Freitag (12.00 Uhr Team-Springen, 16.05 Uhr Team-Staffel) statt, für den ÖSV gehen Johannes Lamparter und Stefan Rettenegger sowie Hirner und Purker auf Medaillenjagd. Als Favoriten gehen Norwegen, Deutschland und auch Japan in den Bewerb.
Zusammenfassung
- Gold ging an die Japanerin Yuna Kasai, die mit einem Sprung auf 96,5 m ihre erste WM-Medaille gewann. Sie setzte sich knapp gegen die norwegische Favoritin Gyda Westvold Hansen durch, die nach Windpech Silber holte.
- Im Mixed-Team-Bewerb, der am Freitag stattfindet, treten für Österreich Hirner, Purker, Lamparter und Rettenegger an. Norwegen, Deutschland und Japan gelten als Favoriten auf die Medaillen.