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Ausstellung "Bomben gegen Minderheiten" in Oberwart

In Oberwart ist am Freitagabend die Ausstellung "Man will uns ans Leben - Bomben gegen Minderheiten 1993-1996" eröffnet worden. Es sei 30 Jahre nach dem Rohrbombenattentat mit vier toten Roma "immer noch wichtig, die Ereignisse von damals aufzuarbeiten und sich kritisch damit auseinanderzusetzen, sowohl in der Kultur als auch in der Politik", sagte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ).

Das Offene Haus Oberwart (OHO) zeigt die Schau laut dem Landesmedienservice, um der Opfer des in der Nacht auf 5. Februar 1995 verübten Anschlags zu gedenken, Hintergründe zu beleuchten und die damaligen Ereignisse aufzuarbeiten. Der Eröffnung wohnte auch Ministerin Leonore Gewessler (Grüne) bei. Gegen Hass und Hetze müsse ein starkes Bewusstsein geschaffen werden, als wesentliche Voraussetzung, um rassistischer Diskriminierung entgegenzuwirken, betonte Doskozil. "Unsere Volksgruppen sind Teil unserer Identität. Es gilt, sie zu schützen und zu fördern."

Die Ausstellung wurde von der Initiative Minderheiten in Kooperation mit dem OHO, dem Volkskundemuseum Wien und dem kärnten.museum sowie der Roma Volkshochschule Burgenland zusammengestellt. "Bomben gegen Minderheiten" ist ab Dienstag zu sehen. Gleichzeitig präsentiert das OHO auch "Letters of Fear" sowie den Zyklus "Oberwart im Feber 1995" des Künstlers Wolfgang Horwath, die sich mit dem Roma-Attentat beschäftigen.

(S E R V I C E - " Man will uns ans Leben - Bomben gegen Minderheiten 1993-1996", Offenes Haus Oberwart (OHO), 11. Februar bis 23. März, jeweils Dienstag bis Freitag von 9,00 bis 14.00 Uhr, vor Veranstaltungen und nach Vereinbarung, Eintritt frei)

Zusammenfassung
  • In Oberwart wurde die Ausstellung 'Man will uns ans Leben - Bomben gegen Minderheiten 1993-1996' eröffnet, um 30 Jahre nach dem Rohrbombenattentat mit vier toten Roma die Ereignisse aufzuarbeiten.
  • Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Ministerin Leonore Gewessler betonten die Wichtigkeit, ein starkes Bewusstsein gegen Hass und Hetze zu schaffen.
  • Die Ausstellung, organisiert von der Initiative Minderheiten, läuft vom 11. Februar bis 23. März im Offenen Haus Oberwart, Eintritt ist frei.