Esterhàzy setzen heuer auf Ekstase und Kompromisslosigkeit
Mit von der Partie auf der Kommandobrücke: Neo-Generalintendant Rico Gulda, der seit 1. März die Kulturaktivitäten der Esterhàzy Privatstiftung verantwortet, und sein Aufgabengebiet umriss: "Ich überblicke als Generalintendant das gesamte künstlerische Programm im Jahresgeschehen und stelle sicher, dass alle Programmpunkte sich in einer feinen Balance zueinander finden - künstlerisch, aber auch wirtschaftlich."
Zumindest was die Besuche im Vorjahr betrifft, kann man sich bei Esterhàzy für 2024 zufrieden zeigen. Rund 600.000 Menschen kamen in die Esterhàzy-Standorte - darunter 100.000 zur "Aida" in St. Margarethen oder 5.000 zum Herbstgold Festival. Man habe seit Gründung der Esterhàzy Stiftungen im Jahr 1994 250 Mio. Euro in den Kulturtourismus und die Region investiert, so Gulda.
Herbstgold in Ekstase
Ein Höhepunkt in der zweiten Jahreshälfte soll dabei wieder das Herbstgold-Festival werden. Auf das Motto "Ekstase" setzt von 10. bis 21. September Intendant Julian Rachlin: "Ich stehe zu diesem Begriff, gerade auch wenn man heute bisweilen das Gefühl hat, dass Emotion in der Musik nicht angebracht ist."
Das Chamber Orchestra of Europe ist als Residenzorchester auch heuer mit von der Partie und wirft sich in die Ekstase, unter anderem zur Eröffnung mit Pianodoyen András Schiff und an der Seite von Stargeigerin Janine Jansen. Unter anderem hat der ebenfalls als Violinist erfolgreiche Intendant eine gemeinsame Matinee mit Schiff und sich selbst angesetzt: "Damit wird für mich ein Kindheitstraum wahr."
Radutu zeigt sich kompromisslos
Maria Radutu, deren Pianofestival Keys to Heaven heuer zum zweiten Mal von 23. bis 25. Mai stattfindet, stellte klar: "Ich schaue immer, dass das Publikum sich wohlfühlt." Man setzte deshalb weiterhin darauf, die Menschen mit dem Motto 2025 "Kompromisslos : Miteinander" abzuholen und mit Stars wie der Soulsängerin Lylit, The Erlkings oder der Intendantin selbst zu locken.
Berliner kommen nach Eisenstadt
Entsprechend soll es dann auch 2026 weitergehen. So kündigte Gulda ein Highlight für kommendes Jahr an, das für weltweite Aufmerksamkeit sorgen soll: Die Berliner Philharmoniker halten ihr traditionelles Europakonzert kommendes Jahr im Eisenstädter Schloss ab. Seit 1991 feiern die Berliner dieses Format an bedeutenden Kulturorten - wie der Sagrada Familia oder jetzt eben dem Haydn-Saal von Schloss Esterhàzy. Unter ihrem Chefdirigenten Kirill Petrenko und mit Cellostar Gautier Capuçon hat man unter anderem Beethovens 2. Symphonie, Strawinskis "Pulcinella-Suite" oder Tschaikowskys "Variationen über ein Rokoko-Thema" angesetzt.
Das Format versetzte Generalintendant Gulda bereits jetzt verbal in Ekstase: "Das ist eine Sensation, ein global ausstrahlendes Konzertprojekt der Extraklasse, das symbolhaft für meine Vision steht, dass Schloss Esterházy noch stärker international als Ort für Musik zu positionieren als bisher."
(S E R V I C E - https://esterhazy.at)
Zusammenfassung
- Rico Gulda, seit dem 1. März neuer Generalintendant der Esterházy Privatstiftung, plant für 2024 umfassende Kulturaktivitäten, darunter das Herbstgold Festival und Keys to Heaven.
- Im Jahr 2023 besuchten rund 600.000 Menschen die Esterházy-Standorte, darunter 100.000 zur 'Aida' in St. Margarethen und 5.000 zum Herbstgold Festival.
- Ein Highlight für 2026 ist das Europakonzert der Berliner Philharmoniker im Schloss Esterházy, das weltweit Beachtung finden soll.