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Vulkanaktivität auf Island lässt nach

02. Apr. 2025 · Lesedauer 2 min

Der erneute Vulkanausbruch auf Island hat nach kurzer Zeit sichtbar an Kraft verloren. An der Eruptionsspalte auf der Reykjanes-Halbinsel südwestlich der Hauptstadt Reykjavik ist mittlerweile keine vulkanische Aktivität mehr sichtbar. Lediglich vereinzelt sei an dem Erdriss und im entstandenen Lavafeld ein Glühen festzustellen, teilte die isländische Wetterbehörde am Mittwoch mit.

Allerdings werden nach Angaben der Behörde unterirdisch noch immer seismische Aktivitäten und Deformationen durch Magmabewegungen verzeichnet. Solange diese Aktivitäten nicht aufhörten, müsse man davon ausgehen, dass sich neue Vulkanspalte öffnen könnten. Aus Messungen der Wetterbehörde ging hervor, dass ein Erdbebenschwarm mit bisher Tausenden Erschütterungen in der Region auch Mittwochfrüh weiterging.

Der Vulkanausbruch hatte am Dienstagvormittag begonnen. Es ist der elfte auf der Halbinsel seit März 2021 und der achte allein seit Dezember 2023. Die Eruptionsspalte, aus der glühend heiße Lava an die Erdoberfläche sprudelte, war vorübergehend rund 1.200 Meter lang.

Im Regelfall stellen die Eruptionen in der dünn besiedelten Region keine Gefahr für Menschen dar. Allerdings wurden bei einem der vorherigen Ausbrüche auch drei Häuser am Rande des immer wieder evakuierten Fischerortes Grindavík von der Lava erfasst, bei der Eruption im November auch der Parkplatz des Geothermalbads Blaue Lagune, das vor allem bei Island-Touristen sehr beliebt ist.

Diesmal verliefen die Lavamassen durch einen errichteten Schutzwall nördlich von Grindavík, auch der Bruch einer Warmwasserleitung wurde gemeldet. Eine akute Gefahr für den erneut geräumten Ort besteht nach derzeitigem Stand aber nicht.

Zusammenfassung
  • Seit März 2021 gab es elf Vulkanausbrüche auf der Halbinsel, davon acht seit Dezember 2023. Der aktuelle Ausbruch begann am Dienstag und die Eruptionsspalte erreichte zeitweise eine Länge von 1.200 Metern.
  • Obwohl die Lavamassen diesmal durch einen Schutzwall umgeleitet wurden und keine akute Gefahr für den evakuierten Ort Grindavík besteht, wurden bei einem der vorherigen Ausbrüche auch Gebäude und touristische Einrichtungen beschädigt.