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366 Tage?

Ist 2025 ein Schaltjahr? Alle Regeln und Ausnahmen zum 29. Februar

Heute, 12:13 · Lesedauer 3 min

Jeden Februar dieselbe Frage: Ist dieses Jahr eigentlich ein Schaltjahr oder nicht? Wie viele Tage der heurige Februar hat und warum die Anzahl überhaupt wechselt.

Alle vier Jahre gerät unser Kalender aus dem Tritt. Statt der gewohnten 365 Tage gibt es einen Tag zusätzlich: den 29. Februar. 

In sogenannten Schaltjahren bekommen wir 366 Tage spendiert, zuletzt war das im vorigen Jahr der Fall. 186 eigentlich vierjährige Kinder feierten am 29. Februar 2024 ihren ersten "richtigen" Geburtstag. Insgesamt wurden rund 4.800 Österreicher:innen an einem Schalttag geboren.

Sie dürften zu der kleinen Gruppe jener gehören, die stets genau weiß, ob ein Jahr einen zusätzlichen Februartag hat oder nicht. Die meisten werden sich hingegen auch 2025 wieder die Frage gestellt haben, ob heuer ein Schaltjahr ist. Die kurze Antwort lautet: Nein.

Erst im Jahr 2028 feiern Schaltjahreskinder wieder am "richtigen" Tag Geburtstag. Doch warum gibt es dieses Hin und Her? 

Kalender und Jahreszeiten abstimmen

Kurz gesagt verhindert man damit, dass in ein paar hundert Jahren der Frühlingsanfang schon im Jänner ist. Mit dem zusätzlichen Tag im Februar werden der bereits seit dem 16. Jahrhundert gebräuchliche Gregorianische Kalender und die Jahreszeiten wieder aufeinander abgestimmt.

Um die Sonne einmal zu umkreisen, braucht unsere Erde genaugenommen nämlich nicht 365 Tage, sondern 365,2422. Erst nach dieser Zeit erreichen wir wieder den sogenannten Frühlingspunkt - also jenen Punkt, an dem Tag und Nacht im Frühling genau gleichlang sind.

Damit fallen pro Kalenderjahr 5 Stunden und 49 Minuten "Überschuss" an. Nach vier Jahren summiert sich dieser auf rund 24 Stunden, also etwa einen ganzen Tag. Dieser wird als 29. Februar in solche Schaltjahre eingefügt.

Würde das nicht passieren, wäre der längste Tag des Jahres nach 400 Jahren nicht mehr am 21. Juni, sondern erst Ende September.

Ausnahme von der Ausnahme

Und wie merkt man sich am besten, ob ein Jahr ein Schaltjahr ist? Grundsätzlich sind alle Jahre Schaltjahre, die sich durch vier teilen lassen, ohne eine Kommazahl zu erzeugen. 2024 durch vier ergibt zum Beispiel 506.

Doch wie so oft gibt es auch hier eine Ausnahme von der Regel. Nach vier Jahren hat sich nicht exakt ein Tag "Überschuss" angesammelt. Alle 100 Jahre verzichtet man deshalb auf den 29. Februar, um auch diese Unschärfe auszugleichen. Das passiert in Jahren, die sich glatt durch 100 teilen lassen - das nächste Mal ist das 2100 der Fall.

Eine Ausnahme von dieser Ausnahme gab es zuletzt im Jahr 2000. Um jede noch so kleine Unschärfe auszumerzen, gibt es den 29. Februar zusätzlich in allen Jahren, die durch 400 teilbar sind. Neben 2000 war das etwa das Jahr 1600. Damit ergibt sich in 3.000 Jahren nur noch eine Abweichung von einem Tag. 

Video: Nur alle 4 Jahre - der 29. Februar

Zusammenfassung
  • Jeden Februar kommt dieselbe Frage auf: Ist dieses Jahr eigentlich ein Schaltjahr oder nicht?
  • Wie viele Tage der heurige Februar hat und warum die Anzahl überhaupt wechselt.