Russischer Ex-Polizist gesteht Mord an einem Journalisten
Smirnow räumte laut Behörden zwei weitere Morde ein. Maximow sei getötet worden, weil er Rechtsverstöße bei den staatlichen Sicherheitsorganen aufgedeckt habe, erklärte das Ermittlungskomitee am Donnerstag weiter. Der Journalist hatte etwa über bestechliche Uniformierte berichtet. St. Petersburg galt vor allem in den 1990ern, als Smirnow als Polizist aktiv war und schnell Karriere machte, als einer der schlimmsten Orte des Verbrechens in Russland.
"Seine Arbeit ist gespickt mit Leichen, Prügel und sogar dem Drang, seine eigenen Leute ins Gefängnis zu bringen", schrieb das Internetportal Fontanka über Smirnow. Demnach will sich der Mann nun für einen Fronteinsatz im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine melden. So entgehen immer wieder auch Schwerverbrecher ihren Strafen in Russland.
Vertreter russischer Sicherheits- und Machtstrukturen stehen oft im Verdacht, Journalisten, die Missstände aufdecken, selbst Verbrechen anzuhängen, um sie mundtot zu machen, oder auch zu töten. Die Liste ermordeter Journalistinnen und Journalisten in Russland ist lang, darunter sind auch für ihre politischen Enthüllungen bekannte Namen wie Anna Politkowskaja und Natalja Estemirowa. Viele der Verbrechen sind bis heute nicht restlos aufgeklärt.
Zusammenfassung
- 20 Jahre nach dem Mord an Maxim Maximow hat ein pensionierter Oberst des russischen Innenministeriums die Tat gestanden.
- Michail Smirnow, der geständige Ex-Polizist, räumte zwei weitere Morde ein und plant, sich für den Fronteinsatz im Ukraine-Krieg zu melden.
- Der Journalist wurde wegen seiner Berichterstattung über Korruption bei den Sicherheitsorganen getötet, und viele ähnliche Verbrechen in Russland sind bis heute ungeklärt.