Israel und Gaza
Proteste gegen Hamas und israelische Regierung
Bei den Protesten in Gaza, die den dritten Tag in Folge stattfinden, hätten Palästinenser einen Abzug der Terrororganisation gefordert, berichteten Augenzeugen der Nachrichtenagentur dpa. Kundgebungen gab es Bewohnern und palästinensischen Berichten zufolge an mehreren Orten in dem umkämpften Küstengebiet.
"Hamas raus"
In sozialen Medien verbreitete Aufnahmen sollen Demonstranten mit Schildern zeigen, auf denen etwa "Hamas raus" und "Hamas sind Terroristen" steht.
Die Islamistenorganisation warnte die Menschen unterdessen davor, für die Interessen Israels einzutreten. Die Zerschlagung der Hamas-Herrschaft ist eines der Kriegsziele der israelischen Regierung. Israels Führung sowie US-Präsident Donald Trump hatten die Führung der Terrororganisation in der Vergangenheit auch dazu aufgefordert, den Gazastreifen zu verlassen.
Proteste gegen Hamas hat es selten gegeben
Proteste gegen die Hamas hat es im Gazastreifen zuvor nur selten gegeben. Die Terrororganisation ist dafür bekannt, mit großer Härte gegen interne Gegner vorzugehen.
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Bereits in den vergangenen beiden Tagen hatten etliche Palästinenser in mehreren Orten in dem Küstengebiet gegen den Gaza-Krieg sowie die Hamas protestiert. Am Mittwoch waren Augenzeugen zufolge Tausende durch die Straßen gezogen.
Tausende Israels protestieren gegen Regierung
Auch Tausende Israelis haben sich erneut zu einem Protest gegen die rechts-religiöse Regierung sowie für einen Gaza-Deal versammelt. Die Kundgebung in Tel Aviv richtete sich auch gegen ein höchst umstrittenes Gesetz, das Israels Parlament in der Früh gebilligt hatte. Damit soll laut Kritikern mehr politischer Einfluss bei der Ernennung von Richtern möglich werden. Es ist ein zentrales Gesetz des umstrittenen Justizumbaus im Lande, den Israels Führung vorantreibt.
Die Demonstranten sowie auch Rechtsexperten im Land sehen die Demokratie dadurch gefährdet. Das Oberste Gericht will nun eingereichte Klagen gegen das gebilligte Gesetz prüfen. Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu und seine Verbündeten werfen dem Justizsystem in Israel seit längerem vor, es sei zu mächtig und mische sich zu stark in die Entscheidungen der Exekutive ein.
Bereits in den vergangenen Tagen hatte es immer wieder große regierungskritische Demonstrationen im Land gegeben. Die Menschen fordern auch ein Abkommen mit der Hamas, damit die noch immer von Islamisten festgehaltenen Geiseln freikommen. "Die Regierung hat die Geiseln aufgegeben. Wir nicht", war Augenzeugen zufolge auf Plakaten bei der Kundgebung in Tel Aviv zu lesen. Die Demonstranten werfen Netanyahus Regierung vor, mit der Wiederaufnahme der Kämpfe im Gazastreifen die Befreiung und das Leben der Geiseln zu gefährden.
Zusammenfassung
- Im Gazastreifen haben Bewohnern zufolge wieder Hunderte Menschen gegen die Herrschaft der Hamas sowie den Krieg mit Israel demonstriert.
- Bei den Protesten, die den dritten Tag in Folge stattfinden, hätten Palästinenser einen Abzug der Terrororganisation gefordert, berichteten Augenzeugen der Nachrichtenagentur dpa.
- Auch Tausende Israelis haben sich erneut zu einem Protest gegen die rechts-religiöse Regierung sowie für einen Gaza-Deal versammelt.
- Die Kundgebung in Tel Aviv richtete sich auch gegen ein höchst umstrittenes Gesetz, das Israels Parlament in der Früh gebilligt hatte.
- Bereits in den vergangenen Tagen hatte es immer wieder große regierungskritische Demonstrationen im Land gegeben. Die Menschen fordern auch ein Abkommen mit der Hamas, damit die noch immer von Islamisten festgehaltenen Geiseln freikommen.