Lugner PriscillaAPA/EVA MANHART

Opernball ohne Lugner

Schillernde "Pris-killa": Der letzte Auftritt des "Mr. Opernball"

Heute, 13:19 · Lesedauer 4 min

Kaum etwas passt so gut zusammen wie Richard "Mörtel" Lugner und der Wiener Opernball. Die Liaison, die wohl eher einer Zweckbeziehung gleicht, reichte über 30 Jahre hinweg. 2024 tanzte der Baumeister ein letztes Mal über das Parkett der Wiener Staatsoper. 

In der Loge 11 hielt der Baumeister zum letzten Mal Hof. Unter seinem Arm hakte sich niemand Geringeres als Priscilla Presley ein. Und mit der Witwe der Rock'n'Roll-Legende Elvis Presley gelang ihm ein Goldgriff.

Schon bei der traditionellen Autogrammstunde in der Lugner-City einen Tag vor dem Wiener Großevent strahlte Lugner über beide Ohren. 

Ein Opernball in Lugner-Manier

Die beiden scherzten und lachten. Sie möge den Namen "Pris-killa", wie sie im Lugner-Sprech hieß. Lugner sei lustig, sagte die 78-Jährige. Presley sei zudem der "pflegeleichteste" Gast gewesen, den er zum Opernball mitbrachte. Um die 50.000 Euro soll "Mr. Opernball" seiner Begleitung gezahlt haben. 

Sie schwärmte vom Opernball. "So schön ist es hier", sagte die Witwe der Rock'n'Roll-Legende Elvis Presley. "Eine Traumfrau", betete er sie an. 

Ein Ball, ganz nach dem Lugner'schen Geschmack. Mit viel Glamour, aber ohne Skandale oder Großdemo vor der Oper – und mit seiner Simone an der Seite, die er im Sommer darauf heiratete. 

Stammgast mit 30-jähriger Geschichte 

Er war das letzte Mal auf seinem Lieblingsevent, doch das ahnte niemand. 31 Stargäste führte der Bauherr aus. Nicht jeder Marotte seiner Stargäste wurde er Herr.

Etwa Kim Kardashian, Paris Hilton und Grace Jones reizten sein Nervenkostüm aus. Letztere soll mit ihrem Begleiter in der Lugner-Loge Sex gehabt haben. Kardashian nahm gar ihr eigenes Fernsehteam mit. Die Burlesque-Künstlerin Dita Von Teese soll sich am Damenklo eingesperrt haben.

Aber die paar grauen Haare, die ihm seine Gäste bescherten, waren es ihm wert. Lugner liebte den Trubel, die Öffentlichkeit und kurbelte den Werbewert der Lugner-City gehörig an.

Aber auch dem Opernball tat Lugner gut. Er hat dem Großevent gesellschaftliche Breite verliehen und die Augen der internationalen Presse auf den Ball der Bälle gerichtet. Beide profitierten voneinander.

Erst 2023 erkannte die Direktion der Staatsoper seine Strahlkraft. Er bekam endlich eine Parterre-Loge und musste nicht mehr von den oberen Etagen herabschauen. Nur zweimal konnte er "Alles Walzer" von dort aus beobachten. 

Ein Opernball ohne Lugner 

Heuer ist der Opernball erstmals ohne Lugner. In seiner Loge wird seine Familie, angeführt von Tochter Jacqueline, Platz nehmen – und das ohne schillernden Stargast. Die Lugners nehmen nämlich den eher unbekannten Street-Artist und DJ Alec Monopoly mit. Ob Lugner damit einverstanden sein würde, ist fraglich. 

Freuen würde er sich aber gewiss über seine Witwe Simone, die ihm zu Ehren zu Gast sein wird. Auch mit ihrem bisher noch geheimen Begleiter wäre Lugner sehr zufrieden, sagte Simone im Gespräch mit Café Puls am Dienstag. 

Andere, wie etwa "Style Up Your Life!"-Herausgeber Adi Weiss oder die Kristall-Dynastie Swarovski versuchen Lugner mit ihren Promi-Gästen das Wasser zu reichen. Aber auch, wenn sie es versuchen, wird wohl eine Lücke bleiben.

Denn niemand vermarktete den Opernball so gut wie "Mörtel" und umgekehrt. 

PULS 4, PULS 24 & JOYN begleiten Simone Lugner am 27. Februar 2025 ab 19.00 Uhr exklusiv zur großen Glamour-Nacht am Ball der Bälle - zusammen mit ihrem geheimen Begleiter. Von der Anprobe, über die letzten Handgriffe bis hin zu Limousinen-Fahrt durch Wien und am roten Teppich!

Via dem ORF-Livestream auf JOYN ist das Event von innerhalb der Staatsoper zu sehen. 

Video: Richard Lugner und seine Opernball-Stars

Zusammenfassung
  • Kaum etwas passt so gut zusammen wie Richard "Mörtel" Lugner und der Wiener Opernball.
  • Die Liaison, die wohl eher einer Zweckbeziehung gleicht, reichte über 30 Jahre hinweg.
  • 2024 tanzte der Baumeister ein letztes Mal über das Parkett der Wiener Staatsoper.
  • Ein Rückblick auf 31 Stargäste und eine Sammlung aus Kuriositäten.