AFP

Über 2.700 Tote

Fünf Tage nach Beben: Mann in Myanmar aus Trümmern gerettet

02. Apr. 2025 · Lesedauer 2 min

Fünf Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar ist ein Mann aus den Trümmern geborgen worden. Der 26-Jährige sei kurz nach Mitternacht von einem Team türkischer und einheimischer Rettungskräfte aus den Trümmern eines Hauses in Naypyidaw befreit worden, so die Feuerwehr und die regierende Junta am Mittwoch mit.

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,7 hat am Freitag in Myanmar massive Zerstörungen verursacht. Das Epizentrum lag in der Nähe von Mandalay, der zweitgrößten Stadt des Landes. Seither kommt es immer wieder zu Nachbeben.

Unter den Trümmern eingestürzter Gebäude werden weiterhin viele Menschen vermisst. Vier Tage nach dem Beben schwand die Hoffnung, noch Überlebende zu finden. Doch am Dienstag verbreitete sich eine erfreuliche Nachricht: Eine Frau konnte nach 90 Stunden unter den Trümmern lebend geborgen werden.


Kurz nach Mitternacht konnten die Rettungskräfte schließlich auch einen 26-Jährigen aus den Trümmern retten.

Über 3.000 Tote vermutet

Laut der Militärregierung Myanmars vom Montag starben durch das Erdbeben über 2.719 Menschen. Junta-Chef Min Aung Hlaing erklärte jedoch, dass die Opferzahl vermutlich auf über 3.000 steigen werde. Mehr als 4.500 Menschen wurden demnach verletzt, rund 440 werden weiterhin vermisst. Es wird befürchtet, dass auch sie nicht mehr lebend geborgen werden können.

Das Beben, dessen Epizentrum zwischen den Städten Sagaing und Mandalay lag, hat weite Teile der Region verwüstet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für Myanmar die höchste Notfallstufe ausgerufen und warnt vor einem erhöhten Krankheitsrisiko.

Die Lage in den betroffenen Gebieten bleibt dramatisch. Zahlreiche Hilfsorganisationen und Länder senden inzwischen Spenden und Unterstützung. Doch zugleich wächst die Sorge, dass die regierende Militärjunta die Hilfsgelder für andere Zwecke nutzen könnte. Seit dem Militärputsch im Jahr 2021 regiert die Junta das Land mit harter Hand und steht international stark in der Kritik.

Video: Nach Erdbeben in Myanmar: Monsunregen auf dem Vormarsch

Zusammenfassung
  • Fünf Tage nach einem Erdbeben der Stärke 7,7 in Myanmar wurde ein 26-jähriger Mann von türkischen und einheimischen Rettungskräften aus den Trümmern in Naypyidaw gerettet.
  • Das Beben ereignete sich 16 Kilometer nordwestlich der Stadt Sagaing und hat mehr als 2700 Menschen das Leben gekostet.
  • Die Rettung wurde von der Feuerwehr und der regierenden Junta bestätigt.