APA/BUNDESHEER

Eigenschutz für Bundesheer in Slowakei "höchste Priorität"

03. Apr. 2025 · Lesedauer 2 min

53 österreichische Soldatinnen und Soldaten der "Austrian Forces Disaster Relief Unit" (AFDRU) sind derzeit im Seuchen-Einsatz in der benachbarten Slowakei. "Eigenschutz hat dabei höchste Priorität", berichtete Oberst Horst Dauerböck am Donnerstag der APA aus der Region Dunajská Streda an der ungarischen Grenze. "Wir arbeiten mit modernstem Gerät, in Schutzanzügen, Masken und Handschuhen", schilderte Dauerböck die Arbeitsbedingungen vor Ort.

Zwar sei das Virus für den Menschen ungefährlich, dieser könne es jedoch weitertragen, so Dauerböck. "Zudem arbeiten wir mit hochwirksamen Chemikalien", erklärte er die Schutzmaßnahmen. Derzeit dekontaminiert das Bundesheer Fahrzeuge am slowakisch-ungarischen Grenzübergang Rajka.

Mitgebracht hat das Bundesheer unter anderem 18 Fahrzeuge, darunter sechs ABC-Spezialfahrzeuge sowie weitere Ausrüstung. Mit der vorhandenen Ausstattung sei das Bundesheer in der Lage, "jeden Virus, aber auch andere biologische oder chemische Stoffe zu bekämpfen".

Die Dekontamination selbst gehe dabei "wie bei einer Autowäsche über die Bühne", hieß es. "Wir behandeln die Reifen, die Radkästen, den Unterboden und das restliche Fahrzeug, bis es desinfiziert ist." Dabei werde in zehnstündigen Schichten rund um die Uhr gearbeitet. "Das ist massiv anstrengend für unsere Leute."

Nach Schichtende und anschließender Selbstdekontamination dürfe der Einweganzug abgelegt werden. Bisher seien mehr als 4.000 Fahrzeuge behandelt worden. Der Einsatz des Bundesheers soll voraussichtlich noch zwei weitere Wochen dauern. Ob weitere Aufgaben auf die Soldatinnen und Soldaten in der Slowakei zukommen oder der Einsatz ausgeweitet werde, sei noch nicht klar. "Es ist ein dynamisches Szenario", so Dauerböck. "Wir tun nur das, was die Aufträge der slowakischen Einsatzbehörden vorsehen."

Zusammenfassung
  • 53 österreichische Soldaten der AFDRU sind in der Slowakei im Einsatz, wo der Eigenschutz höchste Priorität hat. Sie arbeiten mit modernem Gerät, Schutzanzügen und Masken, um Fahrzeuge am Grenzübergang Rajka zu dekontaminieren.
  • Das Bundesheer hat 18 Fahrzeuge, darunter sechs ABC-Spezialfahrzeuge, mitgebracht und arbeitet in zehnstündigen Schichten rund um die Uhr. Bisher wurden über 4.000 Fahrzeuge behandelt.
  • Der Einsatz soll noch zwei Wochen dauern, wobei unklar ist, ob er ausgeweitet wird. Die Soldaten handeln gemäß den Aufträgen der slowakischen Behörden.