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Weißes Haus bestätigt

Ukraine-USA: Rohstoff-Deal nach Streit nicht unterzeichnet

Heute, 19:50 · Lesedauer 2 min

Nach dem Eklat bei dem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei US-Präsident Donald Trump am Freitag in Washington ist auch die Unterzeichnung eines Rohstoff-Deals zwischen den USA und der Ukraine nicht zustande gekommen. Das wurde vom Weißen Haus bestätigt.

Trump hat US-Hilfen für die von Russland angegriffene Ukraine an den Zugang zu deren Vorrat an Rohstoffen geknüpft, darunter seltene Erden.

Es ist bereits der zweite Anlauf zur Unterzeichnung eines solchen Abkommens, der scheiterte. In der vergangenen Woche war US-Finanzminister Scott Bessent unverrichteter Dinge aus der Ukraine zurückgereist, nachdem Selenskyj seine Unterschrift nicht unter das von den USA vorgelegte Dokument setzen wollte.

In Washington lag dann ein überarbeiteter Entwurf auf dem Tisch. Trump hatte bereits nach dem ersten Scheitern wütend reagiert und Selenskyj als "Diktator" bezeichnet.

Abbruch des Treffens nach beispiellosem Streit

Eigentlich hätten die beiden nun in Washington ein längeres Gespräch führen und danach eine gemeinsame Pressekonferenz abhalten sollen. In diesem Kontext hätte auch die Rohstoff-Vereinbarung unterzeichnet werden sollen.

Doch das Treffen wurde nach einem für Staatsmänner beispiellosen Streit vor laufenden Kameras vorzeitig abgebrochen. Selenskyj stieg in ein vor dem Westflügel geparktes Fahrzeug und fuhr davon, wie auf Fernsehbildern zu sehen war.

Die Ausbeutung der Rohstoffe in der Ukraine gilt als strategisch bedeutsam und wirtschaftlich lukrativ. Experten weisen darauf hin, dass die Ukraine auch für den eigenen Wiederaufbau seltene Erden und andere Rohstoffe brauchen wird. Ein großer Teil der Ressourcen liegt auch in den von Russland besetzten ukrainischen Gebieten.

Seltene Erden und andere Metalle wie Lithium werden zur Gruppe der sogenannten kritischen Rohstoffe gezählt, die die Grundlage für eine Reihe wichtiger Produkte und Technologien sind. Dazu zählen zum Beispiel Dauermagnete für Elektrofahrzeuge und Windkraftanlagen.

Video: Heikle Mission: Selenskyj bei Trump

Zusammenfassung
  • Nach dem Eklat bei dem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei US-Präsident Donald Trump am Freitag in Washington ist auch die Unterzeichnung eines Rohstoff-Deals zwischen den USA und der Ukraine nicht zustande gekommen.
  • Das wurde vom Weißen Haus bestätigt.