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Nach Chat-Affäre

Wieder Panne: Trump-Berater Waltz schickte Infos via Gmail

02. Apr. 2025 · Lesedauer 2 min

In der US-Regierung gibt es offenbar einen neuen Fall von fahrlässigem Umgang mit internen Informationen. Der Nationale Sicherheitsberater Mike Waltz nutzte nach einem Bericht der "Washington Post" sein privates E-Mail-Konto für dienstliche Schreiben.

Die Regierung von Präsident Donald Trump räumte am Mittwoch ein, Waltz habe E-Mails auf seinem Gmail-Konto beim kommerziellen E-Mail-Dienst von Alphabet erhalten.

Er habe sein privates E-Mail-Konto aber nie zum Versenden vertraulicher Verschlusssachen genutzt. Das Blatt berichtete, neben Waltz würden auch andere Mitglieder des Nationalen Sicherheitsrats Gmail für Regierungsangelegenheiten nutzen.

Waltz und Hegseth wegen Chataffäre in der Kritik

Waltz, US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und hochrangige Regierungsmitarbeiter waren vergangenen Monat unter Druck geraten, nachdem bekannt wurde, dass sie über den Kurznachrichtendienst Signal hochsensible Details über einen Angriff auf Stellungen der Houthi-Rebellen im Jemen erörterten und damit Sicherheitsvorschriften ignorierten.

Die "Post" berichtete, ein Berater von Waltz habe Gmail genutzt, um vertrauliche militärische Informationen und Einzelheiten über Waffensysteme im Zusammenhang mit einem nicht näher bezeichneten Konflikt zu versenden.

Das Blatt stützte seinen Bericht auf drei mit dem Vorgang vertraute Personen sowie auf Unterlagen, die eingesehen werden konnten. Waltz habe unter anderem seinen Terminplan und Arbeitsunterlagen an sein Gmail-Konto geschickt, berichtete die "Post".

Dazu erklärte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates Brian Hughes, Waltz habe "E-Mails und Kalendereinladungen von alten Kontakten über seine persönliche E-Mail" erhalten.

Über sein privates E-Mail-Konto seien aber nie als geheim eingestufte Schriftsätze versendet worden. Alle Mitarbeiter des Sicherheitsrates seien darüber aufgeklärt worden, dass "klassifiziertes Material nur über sichere Kanäle versendet werden darf".

Waltz kritisierte Clinton wegen privater E-Mail-Nutzung

Vor Jahren kritisierte Waltz die damalige demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton scharf, weil sie während ihrer Zeit als Außenministerin unter der Regierung des Demokraten Barack Obama einen privaten E-Mail-Server nutzte.

Video: US-Geheimpläne in Chat-Gruppe

Zusammenfassung
  • In der US-Regierung gibt es offenbar einen neuen Fall von fahrlässigem Umgang mit internen Informationen.
  • Der Nationale Sicherheitsberater Mike Waltz nutzte nach einem Bericht der "Washington Post" sein privates E-Mail-Konto für dienstliche Schreiben
  • Die Regierung von Präsident Donald Trump räumte am Mittwoch ein, Waltz habe E-Mails auf seinem Gmail-Konto beim kommerziellen E-Mail-Dienst von Alphabet erhalten.