Vier Menschen gestorben

Tödlicher Unfall auf A2: Verdacht auf fahrlässige Tötung

02. Apr. 2025 · Lesedauer 3 min

Bei einem tragischen Unfall auf der Südautobahn (A2) kamen Dienstagfrüh vier Menschen ums Leben, vier weitere wurden schwer verletzt. Die Ermittlungen zum Unfallhergang sind laut Polizei noch im Gange. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ein.

Den Einsatzkräften bot sich auf der A2 ein "Bild des Schreckens", wie der Sprecher des niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes, Klaus Stebal, gegenüber PULS 24 erklärte.

Ein Kleinbus mit acht Ukrainer:innen krachte zuvor in einen Lkw. Vier Menschen kamen ums Leben. Sechs weitere Personen wurden verletzt, vier davon schwer.

Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hat nun ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Gerichtet sei es gegen den Chauffeur des Lkw und den Lenker des Kleinbusses, sagte Behördensprecher Erich Habitzl am Mittwoch auf APA-Anfrage. Um weitere Erkenntnisse zum Unfallhergang zu gewinnen, wird der Fahrtenschreiber des Sattelzuges ausgewertet. 


Die Polizei steht indes aufgrund einiger noch fehlender Daten auch mit der ukrainischen Botschaft in Kontakt. Zusammengearbeitet werde, "um alle Personen hundertprozentig identifizieren zu können", betonte Sprecher Raimund Schwaigerlehner. Noch gewartet werden müsse zudem auf die Vernehmungsfähigkeit der schwer verletzten Insassen des Kleinbusses.

Unfall fordert vier Tote

Der mit acht ukrainischen Staatsbürgern besetzte Kleinbus war am Dienstag gegen 6.20 Uhr auf der A2 auf einen Lkw mit spanischer Zulassung aufgefahren. Vier weibliche Insassen des Transporters im Alter von 53, 54, 61 und 64 Jahren kamen dabei ums Leben.

Video: Tödlicher A2-Crash: Bericht von der Unfallstelle

Der 52-jährige Lenker und drei weitere Frauen wurden schwer verletzt. Leichte Blessuren erlitten Chauffeur und Beifahrer des Lkw, peruanische Staatsbürger im Alter von 43 und 51 Jahren. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser nach Wiener Neustadt, Wien und Eisenstadt gebracht. Unter anderem waren drei Notarzthubschrauber im Einsatz.

A2 stundenlang gesperrt

Bezüglich Unfallhergang gilt als gesichert, dass der 43-jährige Lenker des Sattelzuges den Lkw in Richtung Wien aus dem Autobahnparkplatz Gleißenfeld gesteuert hatte. Vom Beschleunigungsstreifen wechselte das Kfz auf die erste Spur. Laut dem 43-Jährigen soll der nachkommende Verkehr nicht behindert worden sein. Auf dem ersten Fahrstreifen krachte dann der Kleinbus gegen das Heck des Sattelzuges.


Auf der A2 bildete sich kilometerlanger Stau. Auch auf der Ausweichstrecke über die B54 gab es Zeitverlust. Die Autobahn in Richtung Wien blieb bis in die Vormittagsstunden hinein gesperrt.

Video: Rot-Kreuz-Sprecherin zu tödlichem A2-Unfall

Zusammenfassung
  • Nach einem schweren Unfall auf der A2 mit vier Todesopfern ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung gegen den Lkw-Chauffeur und den Kleinbusfahrer.
  • Der Unfall ereignete sich um 6:20 Uhr, als ein Kleinbus mit acht ukrainischen Staatsbürgern auf einen spanischen Lkw auffuhr, wobei vier Frauen im Alter von 53 bis 64 Jahren starben.
  • Die A2 in Richtung Wien war bis in die Vormittagsstunden gesperrt, was zu einem kilometerlangen Stau führte; drei Notarzthubschrauber waren im Einsatz.