UNO-Artenschutzkonferenz geht im Februar in zweite Runde
Bei der COP16 hatten rund 23.000 Delegierte in Cali unter dem Motto "Peace with Nature" ("Frieden mit der Natur") über Möglichkeiten zur Eindämmung des weltweiten Artensterben sowie der Umsetzung der bei der vorangegangenen COP15 in Montreal vereinbarten Ziele für den Artenschutz verhandelt. Nach zwei Wochen war das Treffen allerdings ohne eine Einigung in der zentralen Finanzierungsfrage zu Ende gegangen. Die COP16-Präsidentin, die kolumbianische Umweltministerin Susana Muhamad, erklärte die Konferenz für beendet, da das nötige Quorum für Abstimmungen nicht mehr erreicht werden konnte. Viele Teilnehmer der Konferenz hatten die länger als geplant andauernden Verhandlungen zuvor verlassen, um ihre Heimflüge nicht zu verpassen.
"In den kommenden Wochen und während unseres Treffens in Rom im Februar werde ich mit den Parteien zusammenarbeiten, um das Vertrauen und den Konsens zu schaffen, die für einen Frieden mit der Natur erforderlich sind", kündigte Muhamad nun an. Eine Einigung in den Finanzierungsfragen werde "für unsere Bemühungen von zentraler Bedeutung sein". Die Verhandlungsfront in Kolumbien war im Großen und Ganzen zwischen Delegierten aus reicheren und Delegierten aus ärmeren Ländern verlaufen. Ein von Muhamad vorgeschlagener Biodiversitätsfonds zur Finanzierung des weltweiten Artenschutzes wurde von der EU, der Schweiz und Japan abgelehnt. Entwicklungsländer hatten wiederum kritisiert, sie würden durch die bereits bestehenden Ausgleichsmechanismen nicht ausreichend berücksichtigt.
Zusammenfassung
- Die UNO-Artenschutzkonferenz COP16 in Cali mit 23.000 Delegierten endete im November ohne Ergebnis, da das nötige Quorum für Abstimmungen nicht erreicht wurde.
- Neue Verhandlungen sind vom 25. bis 27. Februar in Rom geplant, um ungelöste Fragen, insbesondere zur Finanzierung des Artenschutzes, zu klären.
- Ein von Kolumbien vorgeschlagener Biodiversitätsfonds wurde von der EU, der Schweiz und Japan abgelehnt, während Entwicklungsländer sich durch bestehende Mechanismen nicht ausreichend berücksichtigt fühlen.