EU-Treibhausgasemissionen sind 2023 um acht Prozent gesunken
Dieser lag demnach im vergangenen Jahr bei 24 Prozent im Vergleich zu 10,2 Prozent im Jahr 2005. Förderlich für den Rückgang des Ausstoßes von Treibhausgasen war laut der EEA zudem ein ohnehin geringer Energieverbrauch in der EU. Trotz des Rückgangs der Emissionen werden die EU-Länder dem Bericht zufolge das vereinbarte Ziel einer Reduzierung um 55 Prozent bis 2030 im Vergleich zu 1990 verfehlen. Auf der Grundlage bestehender Maßnahmen sinken die Emissionen laut EEA bis zum Ende des Jahrzehnts lediglich um 43 Prozent.
"Um die verbleibende Lücke bis 2030 zu schließen, ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Emissionsreduzierung in den kommenden Jahren zügig fortgesetzt wird", erklärte die EU-Umweltagentur. Die Veröffentlichung der Zahlen zu den Treibhausgasemissionen in der EU erfolgte rund eineinhalb Wochen vor dem Beginn der UNO-Klimakonferenz in Aserbaidschan. Bei den am 11. November beginnenden zweiwöchigen Beratungen geht es unter anderem darum, den Ausstieg aus fossilen Energieträgern zu beschleunigen. Zudem wird über die Finanzierung von Klimaschutzmaßmahmen beraten.
Zusammenfassung
- Der Ausstoß von Treibhausgasen in der EU ist 2023 um acht Prozent gesunken, was den größten Rückgang seit Jahren darstellt. Die Emissionen liegen nun 37 Prozent unter dem Niveau von 1990.
- Ein signifikanter Rückgang der Kohlenutzung und ein Anstieg des Anteils erneuerbarer Energien auf 24 Prozent trugen maßgeblich zu diesem Rückgang bei.
- Trotz dieser Fortschritte wird das Ziel, die Emissionen bis 2030 um 55 Prozent zu senken, voraussichtlich verfehlt, da die aktuellen Maßnahmen nur eine Reduktion um 43 Prozent ermöglichen.