US-Präsident Biden will Vietnam in Kürze besuchen
Die Handelsbeziehungen zwischen den USA und Vietnam hatten sich zuletzt vertieft. Beide Länder sind zudem besorgt angesichts des wachsenden Einflusses Chinas in der Region. Die Spannungen zwischen Peking und den südostasiatischen Staaten, insbesondere Vietnam und den Philippinen, sind in den vergangenen Jahren gewachsen, weil China Ansprüche auf große Gebiete im Südchinesischen Meer erhebt.
Politischen Analysten zufolge könnte Vietnam jedoch zögern, engere Beziehungen zu Washington aufzubauen, weil Peking ein wichtiger Wirtschaftspartner Hanois ist.
Im April hatte bereits US-Außenminister Antony Blinken auf seinem Weg zum G7-Gipfel in Japan Vietnam einen Besuch abgestattet und sich für eine Stärkung der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern ausgesprochen. Blinken nahm auch am ersten Spatenstich des Gebäudes für eine neue US-Botschaft in Hanoi teil und sprach über die Räumung von Landminen sowie die Folgen des giftigen Entlaubungsmittels Agent Orange.
Die USA haben sich für den Einsatz von Agent Orange im Vietnam-Krieg (1955 bis 1975) nie offiziell schuldig bekannt. Mit verschiedenen Projekten beteiligen sie sich aber daran, die Folgen zu mildern. Die US-Amerikaner hatten mit dem Gift den dichten Dschungel entlauben wollen, der den Vietcong-Kämpfern als Rückzugsgebiet diente. Nach offiziellen Angaben haben drei Millionen Menschen in Vietnam Folgeschäden wegen Agent Orange, mindestens 150.000 Kinder wurden mit Behinderungen geboren.
Zusammenfassung
- US-Präsident Joe Biden hat verkündet, "in Kürze" nach Vietnam zu reisen, um die gegenseitigen Beziehungen zu stärken.
- Er plane diesen Besuch, weil Vietnam "die Beziehungen zu den USA ändern und ein Partner werden" wolle, sagte Biden am Dienstag bei einer Ansprache im US-Staat New Mexico.
- Nach offiziellen Angaben haben drei Millionen Menschen in Vietnam Folgeschäden wegen Agent Orange, mindestens 150.000 Kinder wurden mit Behinderungen geboren.