Angriffspläne auf Signal
Chat-Affäre: Pentagon ermittelt gegen US-Verteidigungsminister
Die Inhalte der Chatgruppe zu dem US-Luftangriff auf die Huthi-Miliz im Jemen vom 15. März waren an die Öffentlichkeit gelangt, nachdem ein US-Journalist versehentlich hinzugefügt wurde. Er konnte die Kriegspläne live mitverfolgen.
Dass für die Koordination des Angriffs überhaupt eine nicht-klassifizierte kommerzielle Messenger-App genutzt wurde, könnte für US-Verteidigungsminister Hegseth nun ein Nachspiel haben. Pentagon-Generalinspekteur Steven Stebbins kündigte eine interne Untersuchung zur Rolle Hegseths in der sogenannten Chatgruppenaffäre an.
Einhaltung interner Richtlinien wird geprüft
Stebbins will nach eigenen Angaben herausfinden, inwieweit der Verteidigungsminister und andere Pentagon-Verantwortliche die internen Richtlinien und Verfahren eingehalten haben. Der Generalinspekteur kann unabhängige Untersuchungen einleiten und Empfehlungen aussprechen.
Die oppositionellen Demokraten werfen der Regierung von Präsident Donald Trump vor, mit der Offenlegung der Militärpläne das Leben von US-Soldaten gefährdet zu haben. Als Konsequenz fordern sie den Rücktritt Hegseths.
Video: Peinliche Panne bei US-Regierungsmitgliedern - Geheimplan in Chat-Gruppe
Zusammenfassung
- In einer Chatgruppe im Messenger-Dienst Signal planten mit hochrangigen US-Regierungsmitglieder einen Angriff auf die Huthi-Miliz.
- Sein eigenes Ministerium ermittelt nun gegen US-Verteidigungsminister Pete Hegseth.