Nordkorea feuerte erneut Marschflugkörper ab
Zusammen mit den USA werde beobachtet, ob es weitere Anzeichen für Aktivitäten des Militärs in Nordkorea gebe, hieß es. Nordkorea hatte zuletzt eigenen Angaben zufolge mehrfach strategische Marschflugkörper für den Ausbau der nuklearen Schlagkraft des Landes getestet. Das von Kim Jong Un autoritär regierte Land unterliegt wegen seines Atomwaffen- und Raketenprogramms internationalen Sanktionen. Im Gegensatz zu ballistischen Raketen sind Tests von Marschflugkörpern nicht direkt von den UN-Verbotsbeschlüssen gegen Nordkorea betroffen. Sie können aber wie ballistische Raketen ebenfalls mit einem Atomsprengkopf ausgerüstet werden. Anders als ballistische Raketen verfügen Lenkflugkörper über einen permanenten eigenen Antrieb.
Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel nehmen wieder deutlich zu. Nordkorea hatte in den vergangenen zwei Jahren den Umfang seiner Waffentests mit Raketen und Lenkflugkörpern erheblich erhöht und die Rhetorik gegen die USA und Südkorea, die von Pjöngjang als Feindstaaten betrachtet werden, verschärft. Washington und Seoul haben ihre Militärkooperation einschließlich gemeinsamer Manöver ausgebaut.
Zusammenfassung
- Nordkorea hat zum fünften Mal in diesem Jahr mehrere Marschflugkörper getestet, die in Richtung des Meeres zwischen der koreanischen Halbinsel und Japan flogen.
- Südkorea und die USA überwachen weitere militärische Aktivitäten Nordkoreas, das trotz internationaler Sanktionen seine nukleare Schlagkraft ausbaut.
- Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel steigen, während Nordkorea seine Waffentests intensiviert und die USA und Südkorea ihre Militärkooperation verstärken.