Winter war in Österreich mild und besonders trocken
In einigen Regionen sind die Niederschlagsmengen dieses Winters nahe an den Trockenheitsrekorden. An der Wetterstation Wien Hohe Warte fielen bis inkl. 25. Februar nur 36 Millimeter. Der trockenste Winter war hier 1850/51 mit 25 Millimetern. Bei Graz Universität fielen 35 Millimeter - wobei der trockenste Winter hier 1881/82 mit 22 Millimetern verzeichnet ist.
Im Vorjahr erlebte Österreich den zweitwärmsten Winter der Messgeschichte. So extrem verlief er 2024/25 nicht, lag aber trotzdem über weite Strecken über dem Temperaturniveau eines durchschnittlichen Winters der letzten Jahrzehnte.
"In der vorläufigen Auswertung liegt der Winter 2024/25 im Tiefland Österreichs um 1,1 Grad über dem Mittel der Klimaperiode 1991 bis 2020, auf den Bergen war es um 1,7 Grad milder als im Mittel", betonte Orlik. Das ergibt im Tiefland Österreichs Platz 15 in der Reihe der wärmsten Winter der 258-jährigen Messgeschichte und auf den Bergen Platz neun in der 174-jährigen Gebirgsmessreihe."
Im Vergleich zur Klimaperiode 1961-1990 lag der letzte Winter im Tiefland um 2,3 Grad und auf den Bergen um 2,8 Grad über dem Mittel.
Sehr wenig Schnee, aber mehr Sonne
In den tiefen Lagen gab es selten Schnee und dieser ist bald wieder geschmolzen. "Auf den Bergen schneite es zwar auch nicht oft, hier war es aber kalt genug, dass sich der Schnee lange halten konnte", sagte der Klimatologe. In diesem Winter war unterhalb von 500 Meter Seehöhe die Neuschneemenge um 90 Prozent und die Zahl der Tage mit Schneedecke um 85 Prozent geringer als im Durchschnitt. Oberhalb von 1.500 Metern Seehöhe gab es zwar um 40 Prozent weniger Neuschnee, aber die Zahl der Tage mit Schneedecke entsprach ungefähr einem durchschnittlichen Winter.
Von Dezember bis Februar war es sehr sonnig und es gab kaum Regionen in denen die Sonnenscheindauer unterhalb des vieljährigen Durchschnitts lag. Im Flächenmittel schien die Sonne gegenüber dem Mittel 1991-2020 um 15 Prozent länger. Damit war es ähnlich sonnig wie im Winter 2019/2020, der um 20 Prozent mehr Sonnenschein brachte.
Zusammenfassung
- Der meteorologische Winter 2024/25 war in Österreich der trockenste seit 28 Jahren, mit 45 Prozent weniger Niederschlag als üblich. An der Wetterstation Wien Hohe Warte fielen nur 36 Millimeter Niederschlag, nahe dem Rekordtief von 1850/51.
- Die Temperaturen lagen im Tiefland um 1,1 Grad und auf den Bergen um 1,7 Grad über dem Mittel der Klimaperiode 1991-2020. Im Vergleich zur Periode 1961-1990 waren es sogar 2,3 Grad im Tiefland und 2,8 Grad auf den Bergen.
- Es gab 90 Prozent weniger Neuschnee in tiefen Lagen, und die Sonnenscheindauer war um 15 Prozent länger als im Durchschnitt 1991-2020, was den Winter zu einem der sonnigsten der letzten Jahre machte.