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350 Bären in der Slowakei zum Abschuss freigegeben

02. Apr. 2025 · Lesedauer 1 min

Nach mehreren Angriffen auf Menschen hat die Regierung der Slowakei den Abschuss von 350 Bären genehmigt. "Wir können nicht in einem Land leben, in dem die Leute Angst davor haben, in den Wald zu gehen", sagte Regierungschef Robert Fico am Mittwoch vor Journalisten. Umweltschützer warfen der Regierung Rechtsbruch vor und forderten stattdessen eine bessere Aufklärung der Bevölkerung. Der EU-Staat versucht bereits seit längerem, den Abschuss von Bären zu erleichtern.

Es gilt jedoch eine Richtlinie aus Brüssel, wonach nur "Problembären" getötet werden dürfen, die Menschen oder Eigentum angegriffen haben - und außerdem nur dann, wenn es keine andere Lösung gibt. Im vergangenen Jahr wurden in der Slowakei 93 Bären erschossen, wie die slowakische Zeitung "Dennik N" berichtete. Recherchen von Journalisten des Investigativzentrums "Jan Kuciak" ergaben jedoch, dass darunter vermutlich kein Bär war, der Menschen attackiert hatte.

Umweltschützer warfen der Regierung vor, internationale Verpflichtungen verletzt und das Gesetz gebrochen zu haben. Die Antwort auf Bärenangriffe müsse eine bessere Aufklärung der Bevölkerung über Sicherheit in der Natur sein, erklärte die slowakische Umweltorganisation Aevis Foundation im Onlinedienst Facebook.

Zusammenfassung
  • Nach mehreren Angriffen auf Menschen hat die slowakische Regierung den Abschuss von 350 Bären genehmigt, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.
  • Umweltschützer kritisieren die Entscheidung als Rechtsbruch und fordern eine bessere Aufklärung der Bevölkerung über Sicherheit in der Natur.
  • Im vergangenen Jahr wurden 93 Bären erschossen, obwohl möglicherweise keiner von ihnen tatsächlich Menschen angegriffen hatte, was gegen eine EU-Richtlinie verstoßen könnte.