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Union und SPD starten am Freitag Sondierungsgespräche

Heute, 18:25 · Lesedauer 1 min

Union und SPD werden schon am Freitag mit den Sondierungsgesprächen für eine mögliche Koalition nach der deutschen Bundestagswahl starten. Das erfuhren die Nachrichtenagenturen Reuters und dpa am Donnerstag aus Parteikreisen. Demnach werden CDU/CSU und SPD jeweils neun Unterhändler stellen.

Für die SPD sitzen demnach die Parteichefs Lars Klingbeil und Saskia Esken am Tisch, außerdem unter anderen Verteidigungsminister Boris Pistorius, Arbeitsminister Hubertus Heil, Generalsekretär Matthias Miersch und Bundestagspräsidentin Bärbel Bas. Das Team der Union wurde zunächst nicht bekannt. Erwartet wird aber, dass neben CDU-Chef Friedrich Merz auch CSU-Chef Markus Söder und die Generalsekretäre Carsten Linnemann (CDU) und Martin Huber (CSU) mitsondieren.

Eine Koalition zwischen der Union und der SPD gilt als wahrscheinlichste Regierungsvariante. Es werden allerdings schwierige Verhandlungen erwartet - bei Themen wie Migration, Budget und Ukraine gibt es deutliche Differenzen. Außerdem wurde im Wahlkampf viel Vertrauen zwischen den Parteien zerstört. Die SPD warf Merz Wort- und Tabubruch wegen einer gemeinsamen Abstimmung mit der AfD im Bundestag vor. Der CDU-Chef wetterte zuletzt scharf gegen "linke Spinner" und handelte sich dafür den Vorwurf der SPD ein, wie ein "Mini-Trump" aufzutreten.

Zusammenfassung
  • Union und SPD beginnen am Freitag mit den Sondierungsgesprächen für eine mögliche Koalition nach der Bundestagswahl. Beide Parteien stellen jeweils neun Unterhändler, darunter prominente SPD-Mitglieder wie Lars Klingbeil und Saskia Esken.
  • Eine Koalition zwischen Union und SPD gilt als wahrscheinlichste Regierungsvariante, doch werden schwierige Verhandlungen erwartet. Differenzen bestehen insbesondere bei Themen wie Migration, Budget und Ukraine.
  • Im Wahlkampf gab es Vertrauensverluste zwischen den Parteien. Die SPD warf Merz Wort- und Tabubruch wegen einer Abstimmung mit der AfD vor, während Merz die SPD als 'linke Spinner' kritisierte.