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"Todesstiege" im ehemaligen KZ Mauthausen wieder begehbar

02. Apr. 2025 · Lesedauer 2 min

Die seit 2018 gesperrte "Todesstiege" im ehemaligen KZ Mauthausen und heutiger Gedenkstätte ist wieder frei zugänglich. Seit dem 1. April ist die Stiege, die das Lager mit dem angrenzenden Steinbruch "Wiener Graben" verband, für Besucherinnen und Besucher - auf eigene Gefahr - begehbar, sofern sie die auf Tafeln angebrachten Sicherheitshinweise zur Kenntnis nehmen, bestätigte die KZ-Gedenkstätte am Mittwoch einen Bericht auf "nachrichten.at".

Da die Stiege den Sicherheitsanforderungen und -einrichtungen nicht mehr entsprach, war vor sieben Jahren die Sperre verhängt worden, was nationale und internationale Opferverbände, das Comité International de Mauthausen, die Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen und das Mauthausen Komitee Österreich kritisierten. Die Stiege ist für die Vermittlungsarbeit in der Gedenkstätte Mauthausen wichtig.

Maximal 300 Personen dürfen sich nun gleichzeitig in dem umzäunten Areal aufhalten. Tafeln mit Sicherheitshinweisen in deutscher und englischer Sprache klären die Besucher auf, worauf zu achten ist. Die Wiederöffnung der Treppe wurde durch eine Novellierung des Denkmalschutzgesetzes ermöglicht, welche eine Stärkung der Eigenverantwortung beim Begehen von denkmalgeschützten Bereichen vorsieht.

Während des zweiten Weltkriegs hatten KZ-Häftlinge Granitblöcke über die 186 Stufen nach oben schleppen müssen. Viele überlebten dies nicht, daher der Name der Steinstiege.

Zusammenfassung
  • Seit dem 1. April ist die 'Todesstiege' im ehemaligen KZ Mauthausen wieder für Besucher zugänglich, nachdem sie seit 2018 gesperrt war.
  • Maximal 300 Personen dürfen sich gleichzeitig in dem umzäunten Areal aufhalten, wobei Sicherheitshinweise auf Tafeln in Deutsch und Englisch beachtet werden müssen.
  • Die Novellierung des Denkmalschutzgesetzes ermöglichte die Wiedereröffnung, indem sie die Eigenverantwortung der Besucher beim Betreten denkmalgeschützter Bereiche stärkt.