Tunesische Behörden räumen illegale Flüchtlingscamps
Etwa 20.000 Migrantinnen und Migranten hatten sich nach Angaben von Jebali in mehreren illegalen Camps inmitten von Olivenhainen niedergelassen. "Es war unsere Pflicht, alle Formen von Unordnung zu beseitigen", sagte er. Gegen mehrere Migranten seien wegen der Besetzung von Privateigentum Ermittlungen eingeleitet worden. Viele der Menschen, die vor allem aus Ländern südlich der Sahara stammen, hätten sich "zerstreut". Schwangere Frauen und weitere gefährdete Personen seien den Gesundheitsbehörden übergeben worden. Viele der Migranten hätten zudem den Wunsch geäußert, in ihre Heimatländer zurückzukehren.
Tunesien ist eines der Haupttransitländer für Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa. Der Präsident des nordafrikanischen Landes, Kais Saied, hatte die Internationale Organisation für Migration (IOM) Ende März dazu aufgerufen, die Anstrengungen zur Unterstützung der "freiwilligen Rückkehr" illegal eingereister Migranten zu verstärken. Im Februar 2023 hatte er die Ankunft von "Horden von Migranten" kritisiert, die die "demografische Zusammenstellung" in Tunesien verändern würden. Viele Flüchtlinge wurden bedroht, die Botschaften der Heimatländer organisierten die Rückkehr ihrer Bürger.
Zusammenfassung
- Die Evakuierung, die am Donnerstag begann, wird in den kommenden Tagen fortgesetzt. Schwangere Frauen und andere gefährdete Personen wurden den Gesundheitsbehörden übergeben.
- Tunesien ist ein Haupttransitland für Flüchtlinge nach Europa. Präsident Kais Saied forderte die Internationale Organisation für Migration auf, die Rückkehr illegal eingereister Migranten zu unterstützen.