EU-Kommission gibt Gelder für UNRWA wieder frei
Die EU-Kommission will in diesem Jahr weitere 68 Millionen Euro als Soforthilfe für die Palästinenser zahlen. Das Geld solle an internationale Partner wie das Rote Kreuz und den Roten Halbmond gehen, teilte die Brüsseler Behörde am Freitag mit. Außerdem sollen nächste Woche bereits geplante 50 Millionen Euro an das in die Kritik geratene UNO-Palästinenserhilfswerk UNRWA ausgezahlt werden.
"Unschuldige Palästinenser sollten nicht den Preis für die Verbrechen der Terrorgruppe Hamas zahlen müssen", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einer Mitteilung.
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"Sie sind mit schrecklichen Bedingungen konfrontiert, die ihr Leben gefährden, weil sie keinen Zugang zu ausreichender Nahrung und anderen Grundbedürfnissen haben. Deshalb verstärken wir unsere Unterstützung für sie in diesem Jahr um weitere 68 Millionen Euro."
Vorwürfe gegen UNRWA
Das UNRWA hatte kürzlich gewarnt, man werde die gesamte Arbeit binnen weniger Wochen einstellen müssen, wenn zugesagte Gelder nicht bezahlt würden. Mehrere westliche Staaten, darunter auch Österreich, hatten Ende Jänner die Zahlungen an UNRWA ausgesetzt.
Grund sind israelische Vorwürfe, Mitarbeiter des Hilfswerks seien am Hamas-Angriff auf israelischem Grenzgebiet am 7. Oktober beteiligt gewesen. Derzeit wird deswegen ermittelt.
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UNO warnt vor Hungertod, Blutbad bei Hilfskonvoi
Viele Zivilisten im Gazastreifen sind auf UNO-Hilfen angewiesen. Die UNO warnte bereits, dass Tausenden Menschen der Hungertod drohe, weil die Hilfslieferungen immer spärlicher in den Gazastreifen kommen. Am Donnerstagmorgen kam es rund um einen Hilfskonvoi zu einem "Blutbad", weil israelische Soldaten in eine Menschenmenge feuerten.
Zusammenfassung
- Die EU-Kommission will in diesem Jahr weitere 68 Millionen Euro als Soforthilfe für die Palästinenser zahlen.
- Außerdem sollen nächste Woche bereits geplante 50 Millionen Euro an das in die Kritik geratene UNO-Palästinenserhilfswerk UNRWA ausgezahlt werden.
- "Unschuldige Palästinenser sollten nicht den Preis für die Verbrechen der Terrorgruppe Hamas zahlen müssen", sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einer Mitteilung.