Tochter gefangen gehalten
Kindesmisshandlung: Österreicherin in Ungarn festgenommen
Der Zugriff erfolgte am Dienstag durch die ungarische Zentrale für Terrorbekämpfung, die ungarische Bereitschaftspolizei und die österreichische Fahndungseinheit (ENFAST). Die zwei Söhne der Frau, die inzwischen erwachsen sind, sollen vor der Mutter geflohen sein.
Sie hatten Anzeige gegen sie erstattet, da diese sie regelmäßig missbraucht, misshandelt, und körperlich sowie seelisch gequält haben soll.
- Mehr lesen: Missbrauchte 12-Jährige: Ex-Freund verurteilt
Daraufhin sei die 49-Jährige nach Ungarn geflohen und lebte dort zunächst im Komitat Vas. Dann verließ sie diesen Verwaltungsbezirk und tauchte im Komitat Zala unter. Hier soll die Gesuchte laut Polizeibericht in dem Dorf Türje mit einem deutschen Mann mit rechtsextremen, neonazistischen Ansichten zusammengelebt haben.
Zielfahnder konnten den Ort im Zuge ihrer Ermittlungen ausfindig machen.
Mädchen in Sicherheit
Vor dem Einsatz zur Festnahme am 25. März gab es den Verdacht, dass der Lebensgefährte bewaffnet sein könnte, so dass zur Unterstützung der Anti-Terror-Einheit hinzugezogen wurde. Während dem Zugriff leisteten die Frau und der Mann jedoch keinen Widerstand.
Das Mädchen wurde unversehrt aufgefunden und an einen sicheren Ort gebracht, so der Bericht. Über ihre Auslieferung der Frau nach Österreich werde ein Gericht zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.
Hilfe bei häuslicher Gewalt
Sind Sie Opfer von Gewalt oder kennen jemand, der es ist? Hier finden Sie Hilfe
Frauen-Helpline: 0800/222 555
Gewaltschutzzentrum: 0800/700 217
24-Stunden-Frauennotruf der Stadt Wien: 01/71719
Frauenhaus-Notruf: 05 77 22
Männerberatung Wien: 01/603 28 28
Rat auf Draht - Hilfe für Kinder & Jugendliche: 147
Im Fall von akuter Gewalt: Polizei-Notruf 133
Zusammenfassung
- Eine 49-jährige Österreicherin wurde in Ungarn festgenommen, da sie per EU-Haftbefehl wegen schwerer Kindesmisshandlung gesucht wurde. Ihre zwölfjährige Tochter wurde in Sicherheit gebracht.
- Die Festnahme erfolgte am 25. März durch eine Zusammenarbeit der ungarischen Anti-Terror-Einheit und der österreichischen Fahndungseinheit ENFAST.
- Vor der Festnahme lebte die Frau in Türje, Ungarn, mit einem deutschen Mann mit rechtsextremen Ansichten. Beide leisteten bei der Festnahme keinen Widerstand.