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2024 wieder weniger Geburten in Österreich

Heute, 08:59 · Lesedauer 2 min

Im vergangenen Jahr sind 76.873 Kinder in Österreich geboren worden. Das sind laut vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria um 0,9 Prozent weniger als 2023. Die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau sank mit 1,31 auf ein Allzeit-Tief, hieß es am Mittwoch. Die Geburtenbilanz, der Saldo aus Lebendgeborenen und Gestorbenen, fiel mit minus 10.534 zum fünften Mal in Folge seit 2020 negativ aus. Insgesamt starben im Vorjahr 87.407 Personen, um 2,6 Prozent weniger als 2023.

Auch wenn sich die finalen Zahlen durch Nachmeldungen noch etwas ändern können, ist der Trend zu weniger Geburten sichtbar. "Ausgehend von den Erfahrungen der letzten Jahre wird die endgültige Zahl der Geborenen 2024 voraussichtlich um etwa 400 höher ausfallen. Ebenso ist noch mit etwa 1.200 zusätzlichen Sterbefällen für 2024 zu rechnen", hieß es von der Statistik Austria. Bei den Gesamtzahlen sind 434 im Ausland Geborene von hierzulande gemeldeten Müttern mitgerechnet sowie 758 im Ausland verstorbene Personen mit Hauptsitzen in Österreich.

Geburten waren im Vorjahr im Vergleich zu den endgültigen Ergebnissen 2023 in acht Bundesländern rückläufig. Der Geburtenrückgang fiel im Burgenland (−5,7 Prozent) und in Salzburg (−5,3 Prozent) am deutlichsten aus, gefolgt von der Steiermark (−4,5 Prozent) und Vorarlberg (−4,1 Prozent). Am wenigsten stark ging die Zahl der Neugeborenen in Oberösterreich (−0,3 Prozent) und in Tirol (−1,3 Prozent) zurück. Einzig in Wien wurde mit einem Plus von 4,7 Prozent ein Geburtenanstieg registriert. In der Bundeshauptstadt kamen 18.926 Mädchen und Buben zur Welt. Im Burgenland waren es mit 1.866 österreichweit am wenigsten.

Laut erster Schätzung der Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt im Vorjahr leben Männer um 0,4 Jahre länger gegenüber 2023. Sie werden statistisch statt 79,4 nun 79,8 Jahre alt. Bei Frauen gab es ein Plus von 0,1 Jahre von 84,2 auf 84,3 Jahre. Die Zahl der im ersten Lebensjahr Gestorbenen lag im Jahr 2024 bei 233. Die Säuglingssterberate betrug damit 3 Promille.

Weniger Sterbefälle in sieben Bundesländern

Insgesamt lagen die Sterbefälle nach vorläufigen Zahlen in sieben Bundesländern unter jenen des Vorjahres. Am stärksten fiel der Rückgang in Wien aus (minus fünf Prozent), am niedrigsten in Salzburg (minus 0,7 Prozent). Im Burgenland (plus 3,7 Prozent) und in Vorarlberg (plus 3,2 Prozent) wurden im vergangenen Jahr mehr Sterbefälle als im Jahr zuvor registriert.

Zusammenfassung
  • Im Jahr 2024 wurden in Österreich 76.873 Kinder geboren, was einem Rückgang von 0,9 Prozent im Vergleich zu 2023 entspricht. Die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau fiel auf ein Allzeittief von 1,31.
  • Die Geburtenbilanz blieb negativ mit einem Saldo von minus 10.534, während die Lebenserwartung für Männer auf 79,8 Jahre und für Frauen auf 84,3 Jahre stieg.
  • In Wien stiegen die Geburten um 4,7 Prozent, während in anderen Bundesländern wie dem Burgenland und Salzburg Rückgänge von bis zu 5,7 Prozent verzeichnet wurden.