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Prozess im Straflager: Russen wollen Nawalny weitere 30 Jahre einsperren

Seit über zwei Jahren sitzt der Oppositionelle Alexej Nawalny bereits in Russland hinter Gittern, immer wieder in Einzelhaft. Nun wird ihm der nächste Prozess im Straflager gemacht, es drohen weitere 30 Jahre für den politischen Gegner Putins.

Am Montag begann im Hochsicherheits-Straflager IK-6 in Melechowo ein neuer Prozess gegen den 46-jährigen Alexej Nawalny. Sieben Jahre müsste er noch absitzen, bevor er freigelassen wird, aber geht es nach dem russischen Staatsanwalt, könnten bis zu 37 daraus werden. 

Nawalny wird "Extremismus" vorgeworfen. Nawalny befand sich zusammen mit seinen Anwälten im Verhandlungssaal. Eine Ausnahme, denn allein seit vergangenen Sommer war er bereits 14 Mal in Einzelhaft

Vergiftet, verhaftet

Der Gegner von Staatschef Wladimir Putin flüchtete 2020 nach einer Vergiftung, für die er den Kreml verantwortlich macht, nach Deutschland. Dort ließ er sich in der Berliner Charité behandeln. Nach seiner Genesung kehrte er im Jänner 2021 nach Russland zurück, wurde sofort verhaftet und später zu neun Jahren Gefängnis wegen "Betrugs" verurteilt.

ribbon Zusammenfassung
  • Seit über zwei Jahren sitzt der Oppositionelle Alexej Nawalny bereits in Russland hinter Gittern, immer wieder in Einzelhaft.
  • Nun wird ihm der nächste Prozess im Straflager gemacht, es drohen weitere 30 Jahre für den politischen Gegner Putins.