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Bürgerkrieg

Trotz Waffenruhe: Militärschläge in Erdbebenregion Myanmars

03. Apr. 2025 · Lesedauer 1 min

Bereits mehr als 3.000 Todesopfer forderte das verheerende Erdbeben in Myanmar. Trotz einer angekündigten Waffenruhe kommt es weiter zu Zusammenstößen zwischen Truppen des regierenden Militärs und Widerstandsgruppen.

Laut Berichten von Bewohnern startete die Junta in dem südostasiatischen Bürgerkriegsland in der Nacht auf Donnerstag mehrere Militäroperationen in der von dem Beben betroffenen Region Sagaing. Am Mittwoch hatte die Junta eine dreiwöchige Waffenruhe verkündet, um Rettungs- und Wiederaufbauarbeiten zu erleichtern.


Die Junta regiert Myanmar seit einem Putsch 2021 mit brutaler Härte. Die Generäle sind in dem Vielvölkerstaat im Krieg mit der eigenen Bevölkerung und flogen den Berichten zufolge auch nach dem Erdbeben vor sechs Tagen weiter Luftangriffe auf Widerstandsgruppen, bei denen Dutzende starben.


Das Beben der Stärke 7,7 hatte am Freitag vor allem die zweitgrößte Stadt Mandalay, die Region Sagaing und die Hauptstadt Naypyidaw erschüttert. Es war noch im mehr als 1.000 Kilometer entfernten Bangkok zu spüren.

Am Mittwoch wurde die Zahl der Todesopfer in dem südostasiatischen Land im Staatsfernsehen mit 3.003 angegeben. Mehr als 4.500 Menschen seien verletzt worden, hieß es.

Video: Nach Erdbeben in Myanmar: Monsunregen auf dem Vormarsch

Zusammenfassung
  • Trotz einer angekündigten Waffenruhe hat die Junta in Myanmar in der Erdbebenregion Sagaing weitere Militäroperationen durchgeführt. Die Waffenruhe sollte eigentlich Rettungs- und Wiederaufbauarbeiten erleichtern.
  • Das Erdbeben der Stärke 7,7 hat große Zerstörungen verursacht und war noch in Bangkok zu spüren. Die Zahl der Todesopfer wurde mit 3.003 angegeben, während mehr als 4.500 Menschen verletzt wurden.
  • Die Junta regiert Myanmar seit einem Putsch 2021 mit brutaler Härte und setzt auch nach dem Erdbeben Luftangriffe auf Widerstandsgruppen fort, was zu weiteren Spannungen im Land führt.