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Soldat in DR Kongo erschießt 13 Zivilisten

In der Demokratischen Republik Kongo hat ein offenbar unter mentalen Problemen leidender Soldat mindestens 13 Zivilisten erschossen, die meisten von ihnen Kinder. Das Blutbad ereignete sich in dem Fischerdorf Nyakova in der nordöstlichen Provinz Ituri, wie Militärs und Gemeindevertreter am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Der Soldat sei auf der Flucht, sagte Armeesprecher Jules Ngongo.

Der Marinesoldat war den von AFP gesammelten Berichten zufolge verstört darüber, dass eines seiner Kinder gestorben war, ohne dass er darüber informiert worden sei. Er habe dadurch die Beerdigung seines Sohnes verpasst. Der Soldat habe dann am Samstagabend in seinem Heimatdorf Nyakova auf zu der Trauerzeremonie für das Kind versammelte Menschen geschossen.

Laut Ngongo tötete der Soldat dabei zwei andere seiner eigenen Kinder. Der Chef eines örtlichen Verbandes für Jugendliche, Bahati Franck, sagte, unter den Todesopfern seien insgesamt neun Kinder. Ein anderer Gemeindevertreter sagte, es gebe inzwischen 14 Tote. Ein weiteres Opfer sei am Sonntagmorgen seinen Verletzungen erlegen.

Der Osten der Demokratischen Republik Kongo wird seit Jahrzehnten von bewaffneten Konflikten zerrüttet. Die Provinz Ituri gehört zu den am stärksten von der Gewalt betroffenen Regionen.

ribbon Zusammenfassung
  • In der Demokratischen Republik Kongo hat ein offenbar unter mentalen Problemen leidender Soldat mindestens 13 Zivilisten erschossen, die meisten von ihnen Kinder.
  • Das Blutbad ereignete sich in dem Fischerdorf Nyakova in der nordöstlichen Provinz Ituri, wie Militärs und Gemeindevertreter am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP berichteten.
  • Der Soldat sei auf der Flucht, sagte Armeesprecher Jules Ngongo.