Wegen rechter Aktivistin
Trump entlässt Mitglieder aus Nationalem Sicherheitsrat
Die "Washington Post" berichtet unter Berufung auf Regierungskreise von der Entlassung des Direktors der Nationalen Sicherheitsbehörde NSA in den USA. Neben Timothy Haugh, der auch Leiter des US Cyber Command ist, musste der Zeitung zufolge offenbar auch seine Stellvertreterin bei der NSA, Wendy Noble, ihren Posten räumen. Noble wurde auf eine Stelle im Büro des Unterstaatssekretärs für Nachrichtendienste im Pentagon versetzt, so die Post.
Keine Stellungnahme aus dem Weißen Haus
Die NSA ist Teil des US-Verteidigungsministeriums. Der stellvertretende Leiter des US-Cyberkommandos, William Hartmann, wurde zum amtierenden NSA-Direktor ernannt, und Sheila Thomas, die Geschäftsführerin der NSA, zu seiner Stellvertreterin, schrieb die Zeitung weiter.
Das Pentagon und das Weiße Haus reagierten nicht sofort auf Bitten um eine Stellungnahme.
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Ultrarechte Aktivistin mit Verschwörungstheorien
Unterdessen soll eine ultrarechte Aktivistin mit wilden Verschwörungstheorien Trump überredet haben, mehrere Mitglieder seines Nationalen Sicherheitsrats zu feuern.
Die Aktivistin Laura Loomer, die die islamistischen Anschläge in New York und Washington vom 11. September 2001 als Insider-Job beschrieben hatte, habe Mitarbeiter bei einem Treffen mit Trump beschuldigt, nicht loyal genug gegenüber dem Präsidenten zu sein, berichteten der Sender CNN und andere Medien.
Die "New York Times" sprach von sechs Entlassungen, andere Mitarbeiter seien versetzt worden. Bei einem 30 Minuten langen Treffen habe Loomer die Mitarbeiter vor den Augen des Präsidenten und des Nationalen Sicherheitsberaters Mike Waltz heruntergemacht. An dem Treffen habe auch Trumps Vize JD Vance teilgenommen.
Laura Loomer soll Präsident Trump beeinflusst haben
Mehr Einfluss als Nationaler Sicherheitsberater
Die "New York Times" sprach von einem bemerkenswerten Treffen, bei dem eine Verschwörungstheoretikerin, die selbst vielen aus Trumps Bewegung als zu extrem gilt, mehr Einfluss auf Trump gehabt habe als Waltz, der den Nationalen Sicherheitsrat leitet. Zu den Entlassenen gehört den Berichten zufolge auch ein führender Mitarbeiter für Geheimdienste im Nationalen Sicherheitsrat.
Loomer hatte Trump schon im Wahlkampf unterstützt. Sie schrieb unter anderem auf der Plattform X in Anspielung auf die indische Abstammung der Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris, sollte die Demokratin die Wahl gewinnen, dann werde "das Weiße Haus nach Curry riechen" und Reden in der Regierungszentrale würden "über ein Callcenter abgewickelt". Auch hatte sie spekuliert, der damalige demokratische Präsident Joe Biden habe hinter einem Attentat auf Trump gesteckt.
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US-Präsident Donald Trump schätzt nach eigener Aussage den Rat der Aktivistin. "Laura Loomer ist eine sehr gute Patriotin", sagte der Republikaner. "Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit." Loomer mache "Empfehlungen für Dinge und Leute" und sei "für gewöhnlich sehr konstruktiv".
Medienberichte, wonach sie ihn dazu gebracht haben soll, mehrere Mitglieder des Nationalen Sicherheitsrats zu entlassen, wies Trump jedoch zurück. Auf die Frage, ob Loomer mit diesen Personalentscheidungen in Verbindung stehe, antwortete er: "Nein, überhaupt nicht." Loomer habe ihm bei einem Treffen am Vortag jedoch mehrere Namen von Personen genannt, die er ihrer Meinung nach einstellen solle.
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Zusammenfassung
- Laut einem Bericht soll US-Präsident Donald Trump den Chef der Nationalen Sicherheitsbehörde NSA entlassen haben.
- Die "Washington Post" berichtet unter Berufung auf Regierungskreise von der Entlassung des Direktors der Nationalen Sicherheitsbehörde NSA in den USA.
- Unterdessen soll eine ultrarechte Aktivistin mit wilden Verschwörungstheorien Trump überredet haben, mehrere Mitglieder seines Nationalen Sicherheitsrats zu feuern.
- Die "New York Times" sprach von sechs Entlassungen, andere Mitarbeiter seien versetzt worden.
- Bei einem 30 Minuten langen Treffen habe Loomer die Mitarbeiter vor den Augen des Präsidenten und des Nationalen Sicherheitsberaters Mike Waltz heruntergemacht.