Mehr Personal für Wiener "Waste-Watcher"
Weggeworfene Abfälle, achtlos fallengelassene Zigarettenstummel oder nicht beseitigter Hundekot: Die Art der Vergehen, um die sich die Waste-Watcher kümmern, ist vielfältig. Sie sind täglich im Einsatz, gemeinsam mit der Polizei oder der Magistratsdirektion gab es zudem 150 spezielle Schwerpunktaktionen. 2024 wurde auf das Thema Sperrmüll ein besonderer Fokus gelegt. Die Anzeigen in diesem Bereich konnten um 790 Prozent gesteigert werden, hieß es heute.
Ertappte Müllsünder müssen mindestens 50 Euro berappen. Wenn es eine Anzeige setzt - etwa für das im öffentlichen Raum abgestellte alte Sofa - kann das bis zu 2.000 Euro kosten. Prinzipiell setzt die Stadt auf Aufklärung, wie Czernohorszky betonte. Jedoch: "Manchmal reichen freundliche Worte nicht." Es gebe immer wieder Leute, die glauben würden, die Straße sei ein Mistkübel.
Darum gelte nun die Devise "Schluss mit lustig", wie er ausführte. Schon im Vorjahr seien mehr Strafen ausgesprochen worden. Nun wird auch weiter Personal aufgestockt. Derzeit gibt es insgesamt 40 hauptamtliche Waste-Watcher, die entweder bei der städtischen Müll- und Abfallentsorgung (MA 48) oder den Stadtgärten (MA 42) angestellt sind. Die Anzahl wird heuer um zehn erhöht. Die neuen Mitarbeiterinnen werden bei der MA 48 Dienst versehen.
Wie deren Chef Josef Thon erläuterte, gibt es daneben auch noch rund 600 Menschen, die in der Stadt andere Tätigkeiten ausüben, nebenberuflich aber ebenfalls als Waste-Watcher fungieren. Sie haben die entsprechende Ausbildung absolviert und dürfen ebenfalls Strafen verhängen. Die rechtliche Grundlage für die Müll-Sheriffs wurde 2008 geschaffen. Die eingenommenen Geldstrafen werden laut Rathaus für Sauberkeitsmaßnahmen verwendet.
Zusammenfassung
- Die 'Waste-Watcher' in Wien verhängten im Vorjahr 12.157 Organstrafen und 1.290 Anzeigen gegen Müllsünder. Die Stadt plant, die Anzahl der hauptamtlichen 'Waste-Watcher' um zehn Personen zu erhöhen.
- Besonderes Augenmerk wurde 2024 auf Sperrmüll gelegt, was zu einem Anstieg der Anzeigen um 790 Prozent führte. Müllvergehen werden mit mindestens 50 Euro geahndet, bei Anzeigen können die Strafen bis zu 2.000 Euro betragen.
- Derzeit gibt es 40 hauptamtliche 'Waste-Watcher', die bei der MA 48 oder MA 42 arbeiten, sowie rund 600 Personen, die nebenberuflich als 'Waste-Watcher' tätig sind. Die Einnahmen aus den Strafen fließen in Sauberkeitsmaßnahmen.