APA/APA/AFP (Archiv)/BERTRAND GUAY

Deneuve konnte Callas durch den Kaminschacht singen hören

05. Apr. 2025 · Lesedauer 2 min

Zwei Ikonen unter einem Dach: Schauspielerin Catherine Deneuve (81) erinnert sich an eine besondere Nachbarschaft mit Opernlegende Maria Callas. Mitte der 1970er-Jahre habe sie im selben Pariser Haus wie die Sängerin gelebt, sagte Deneuve der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Dabei räumt sie mit einem Mythos auf.

"Es stimmt nicht, dass wir früher auf dem Boden lagen und unsere Ohren pressten, um sie singen zu hören", sagte Deneuve. "Vielmehr hörten wir sie durch den Kaminschacht. An den hatte sie nämlich nicht gedacht, als sie ihr Apartment damals schallisolierte."

Eine Anekdote, die ein kurzer Blick zurück ist. Grundsätzlich sei sie kein besonders nostalgischer Mensch, betonte sie. "Ich lebe einfach sehr gerne in der Gegenwart." Die Vergangenheit? Interessiere sie nur bedingt. Sogar ihre eigenen Filme schaue sie kaum noch. "Wenn beim Durchschalten im Fernsehen einer meiner Filme läuft, bleibe ich vielleicht mal kurz hängen. Aber spätestens nach zehn Minuten mache ich meistens aus."

Nicht etwa, weil sie sich selbst nicht ertragen könne. Sondern, wie sie in dem Interview ergänzt: "Weil ich schon für all die anderen tollen Filme, die ich noch sehen möchte, viel zu wenig Zeit habe. Wieso also sollte ich sie ausgerechnet für meine eigenen verschwenden?"

Zusammenfassung
  • Catherine Deneuve, 81, lebte in den 1970er-Jahren im selben Pariser Haus wie die Opernlegende Maria Callas und räumt mit dem Mythos auf, dass sie auf dem Boden lauschte, um Callas singen zu hören.
  • Der Gesang von Maria Callas war durch den Kaminschacht hörbar, da dieser nicht schallisoliert war, was Deneuve in einem Interview mit der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' verriet.
  • Deneuve betont, dass sie kein nostalgischer Mensch ist und ihre Zeit lieber für andere Filme nutzt, als ihre eigenen Werke zu schauen.